Für viele Zuhörer stellt sich immer wieder die Frage, woher ich meine Lieder, Texte oder auch die dazugehörigen Hintergrundinformationen
bekomme.Es ist ein langwieriger Prozess, der sehr viel Engagement und Fantasie erfordert. Der Weg in die verschiedensten Liedarchive (z.B. Freiburg, Bruckmühl) ist dabei ebenso selbstverständlich wie die Recherche in
der eigenen Bibliothek von Liederbüchern.
Durch den intensiven Kontakt zu meinem Publikum erhalte ich immer wieder Informationen über neue Balladen, bzw. die Idee zu neuen Recherchewegen. Manchmal erhalte ich auch
einfach Post mit einem Liedblatt. In allen Fällen recherchiere ich möglichst genau nach der Herkunft des Liedes und natürlich den dort vermittelten Inhalten.
In früheren Zeiten wurde sehr viel stärker mit Symbolen in
Liedern gearbeitet. Einige davon sind heute nicht mehr per se verständlich und ich versuche vor allem anhand des Grimmschen Wörterbuches die originale Bedeutung der Worte im Liedzusammenhang herauszufinden und beim
Vortrag entsprechend zu erklären. Es ist mir ein grosses Anliegen, die Lieder nicht ausschliesslich als Musik, sondern als Sprachform dem Publikum nahe zu bringen.
Als letzte Quelle sind natürlich die Kollegen Musiker
zu nennen, welche ab und zu ein Lied für mich “finden”. Dieser Austausch in beiden Richtungen ist auch in Interpretationsfragen und Auftrittgestaltung eine Bereicherung. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die
Kollegen.